INT-SABINE-GORENFLO - Weilburg-TV-Oberlahn

Fernsehen & Filmproduktion
WEILBURG-TV
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INTERVIEW VORLAGE
(Autorisiert und zum Abdruck freigegeben)

Interview mit der Filmemacherin SABINE GORENFLO
 
Stand – April 2021
 
 
Sabine Gorenflo                 
Jahrgang 1966 – Journalistin (DJV)
 
Filmemacherin – Betreiberin des TV Senders Weilburg-TV (www.weilburg.info)

 
Wie ist die Idee zur Verfilmung entstanden?
 
Nennen wir es einen positiven Nebeneffekt von Corona. Die von mir 18 mal produzierte kultige Talkshow Arthaus-Talk muss ja leider ruhen, es kann nicht in abgespeckter Form gedreht werden, denn der Talk lebt vom Publikum vor Ort und davon, dass alles sehr eng abläuft. Auch sonst gibt es kaum Veranstaltungen. Wir saßen eines morgens beim Kaffee am Küchentisch und ich sagte zu meinem Mann Ralph, wir könnten doch das Buch von Thomas Hemp „Austern für den Grafen“ verfilmen. Reizvoll daran sind die zwei Zeitstränge, Barock und Gegenwart. Er fand die Idee auch gut. Vor allem, weil zur Zeit alle Filmschaffenden, vor und hinter der Kamera  kaum etwas zu tun haben und wir damit wenigstens ein paar von ihnen unterstützen können.

 
Soll es ein Film mit Spielfilmlänge werden?
 
Es gibt zwei Varianten, einmal eine Fernsehfilm Version, und dann eine Kino Version von etwa eineinhalb Stunden.

 
Von der Idee bis zum Drehbeginn: Was müsst ihr da alles machen, bedenken?
 
Wir haben unabhängig voneinander das Buch aus einem anderen Blickwinkel gelesen. Immer im Hintergrund wie was gedreht werden könnte. Nebenbei haben wir alle relevanten Rollen aufgeschrieben. Schnell ergaben sich etwa zwölf Hauptdarsteller, die alle mit professionellen Schauspielern besetzt werden müssen. Uns ist es wichtig, dass dieses Buch nicht einfach laienhaft verfilmt werden soll, sondern, dass es aufwendig mit einem professionellen Team mit aus Film und Fernsehen bekannten Darstellern verfilmt wird.
 
Auch weitere sieben bis acht größere Nebenrollen konnten mit Schauspielern und bekannten Gesichtern besetzt werden. Die Suche nach passenden Schauspielern war überraschenderweise schnell von Erfolg gekrönt.
 
Besonders gefreut hat uns, dass Christine Neubauer ganz spontan beschlossen hatte. „Wisst ihr was – ich spiele die Hauptrolle, die Sophie Gamier!“ – Hollywoodgröße Elke Sommer, der mürrisch dreinblickende Joe Bausch, Dorkas Kiefer und Tom Barcal, sagten ebenfalls sogleich zu. Irgendwie war es mir gelungen zu inspirieren und zu motivieren.
 
Vor allem haben einige Darsteller sogar einen direkten oder indirekten Bezug zu Weilburg. Alle waren von der Idee und dem produzierten Trailer sehr angetan.
 
Dann musste natürlich ein Regisseur gefunden werden. Da war uns der Ex-Kameramann des hr, Uwe Klörs, eine große Hilfe, er nannte uns Carsten Fiebeler, einen der renommiertesten Regisseure, der auch für den hr bereits einige in Hessen spielende Filme inszeniert hat.  Einige seiner Spielfilme, wie Sushi in Suhl, haben bereits Kultstatus.
 
Eine große Herausforderung war das Schreiben des Drehbuchs, denn einige Szenen im Roman können nicht filmisch umgesetzt werden und mussten umgeschrieben werden. Das erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Autor Thomas Hemp, der auch noch weitere Ideen für Szenen hatte. Das Drehbuch habe ich nach strikter Anleitung für professionelle Drehbücher geschrieben. Das hat sehr großen Spaß gemacht. Danach haben mein Mann und ich uns alle Dialoge laut vorgelesen, haben korrigiert, umgeschrieben, Rollen teils verkleinert, teils ganz rausgeschmissen. Danach ging das Drehbuch an fachversierte Kollegen, die einen Feinschliff vornahmen.
 
Nun haben wir auch einen Produktionsleiter gefunden, denn wir können nicht alles alleine machen. Der Südhesse Armin Mahr bringt große Filmerfahrung mit. Zurzeit ist er Aufnahmeleiter bei den „Fallers“.

 
Wann soll gedreht werden? Wie lange wird der Dreh dauern?
 
Gedreht werden soll ab Ende August – in den September hinein, je nach Wetter und Coronalage. Wir setzen etwa 20 Drehtage an, das kann aber noch variieren.
 

Welche Drehorte habt ihr euch überlegt? Welche Herausforderungen gibt es dabei (für das Schloss braucht man sicher extra eine Genehmigung, oder)?
 
Hauptsächlich drehen wir in Weilburg. Manche Szene, wie die Gruftöffnung werden wir eventuell auslagern. Das Schloss steht natürlich im Fokus. Wir haben bereits mit der Schlösserverwaltung in Bad Homburg Kontakt aufgenommen. Der Leiter des Weilburger Schlosses, Frank Schröder, sieht wenig Probleme. Er und sein Team freuen sich bereits. Immerhin ist das eine tolle Werbung. Weitere Szenen spielen im Museum, im Stadtarchiv, aber auch in den Straßen von Weilburg.

 
Wo soll der Film später mal zu sehen sein?
 
Der Film wird seine Premiere im Kino erfahren und dann im Fernsehen zu sehen sein.

 
Ist die Unterstützung durch die Hessische Filmförderung bereits in trockenen Tüchern?
 
Nein, bisher noch nicht. Sobald wir alle Daten zusammen haben müssen wir die Kosten erfassen. Danach gibt es einen vorgeschriebenen Beratungstermin mit der Filmförderung – und wenn alles geklärt ist, wird Anfang Juni eingereicht. Allerdings sieht bisher alles recht positiv aus. Wir werden alle Vorgaben erfüllen können. Danach wird uns ein Bescheid erteilt - wie das bei staatlichen Förderungen so üblich ist - darf aber erst danach mit der filmischen Produktion begonnen werden.
 

Wie seid ihr an die namhaften Darsteller gekommen?
 
Einige kennen wir persönlich, die anderen haben wir einfach angerufen und nachgefragt. Allerdings waren alle vom Stoff und dem schon gedrehten Trailer so begeistert, dass sie sofort zugesagt haben.

 
Wo kommen die Kostüme her?
 
Der Romanautor Thomas Hemp hat einen enormen Fundus durch sein Projekt „Leben im Schloss“, das es seit 10 Jahren gibt. Auch Heike Kurzius-Schick, die einen enormen Fundus verwaltet, und ihr Team sind involviert. Weitere Kostüme werden z.B. vom Staatstheater ausgeliehen. Für die Jagdszenen haben wir einen Verein ausfindig gemacht, der professionelle historische Jagden auf die Beine stellt, diese Leute bringen ihre Kostüme und Waffen selbst mit.

 
Stemmt ihr alles selbst – vom Drehbuch bis zum Schnitt?
 
Im Grunde schon. Einen Produktionsleiter brauchen wir aber, um uns zu entlasten, sowie Maskenbildner, Kameraleute, Ton, Licht, alles Menschen, die sich damit auskennen, um einen professionellen Film zu drehen.

 
Um ein solches Projekt auf die Beine zu stellen: Wie viel muss man da investieren?
 
Genau können wir das noch nicht sagen, aber es handelt sich um einen höheren sechsstelligen Betrag. Wir erhoffen von der Filmförderung eine großzügige Unterstützung, doch wir sind auch verpflichtet, einen Beitrag selbst zu leisten. Wir denken, dass wir viele Firmen und Privatpersonen als Sponsoren mit ins Boot holen können. Unser Kooperationspartner für Medienangelegenheiten und Spenden ist der gemeinnützige Spielmann-Kulturverein. Hier kann gegen steuerliche Bescheinigung Geld in jeder Höhe für diese tolle Sache gespendet werden.
 
 
(FOTOS: können zu den einzelnen Punkte angefordert werden. info@weilburg.info)








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Sabine Gorenflo - Filmemacherin und
Journalistin (DJV)
FOTO frei: Weilburg-TV














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