INT-CHRISTINE-NEUBAUER - Weilburg-TV-Oberlahn

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INTERVIEW VORLAGE
(Autorisiert und zum Abdruck freigegeben)

Interview mit der Haupdarstellerin
Christine Neubauer
 
Stand – April 2021

Liebe Frau Neubauer,
schön, dass Sie sich Zeit genommen haben ein paar Fragen zu beantworten:
In der hessischen barocken Residenzstadt Weilburg wird demnächst ein opulenter Fernseh- und Spielfilm gedreht. In barocker Umgebung, in barocken Kostümen.

Wie haben sie von dem Filmprojekt in Weilburg erfahren?
Ich war gerade beim Weihnachtsshopping in München, als mich die WhatsApp meines Schauspielkollegen Tom Barcal erreichte. Wir haben telefoniert und ich war schon nach seinen Erzählungen genauso begeistert wie Tom.

Hat es sie sofort gereizt, dort mitzuspielen?
Konnten sie Einfluss auf ihre Rolle nehmen und auch auf das Drehbuch?
Ja, das konnte ich. Es ist ein wunderbares Miteinander, was man nicht so häufig erlebt und wir arbeiten gemeinsam nach wie vor an dem Projekt. Die Rollen werden auf mich geschrieben und es ist wunderbar, darauf auch kreativen Einfluss nehmen zu können.

Wie finden sie die Story generell?
Ich finde die Story spannend, interessant und mit noch viel mehr Potential. Historische Stoffe sind einfach immer spannend. Sie begeistern mich sowohl als Zuschauer, als auch als Schauspielerin. Ich bin meinem Beruf mit Leib und Seele verfallen, aber ich verspüre eine ganz besondere Lust, in eine andere Welt und in eine andere Zeit einzutauchen, historisch eben.

Sie werden die Hauptrolle der Sophie Gamier in der Gegenwart spielen, aber auch eine Hofdame in der Barockzeit. Was reizt sie besonders an diesen beiden Rollen?
Zwei unterschiedliche Rollen, in unterschiedlichen Zeiten bedeuten für mich als Schauspielerin einen Spagat zwischen zwei Welten, zwei Charakteren, um ihnen eine Seele zu geben, sie zu entwickeln und am Ende eine mystische Verbundenheit zu kreieren, durch nur eine Person.  

Es sind ja etliche national und internationale Namen auf der Cast-Liste. Sind sie schon einmal mit Elke Sommer, Dorkas Kiefer, Tom Barcal oder Joe Bausch vor der Kamera gestanden?
Nein, mit keinem meiner Kolleginnen und Kollegen habe ich bisher für einen Film vor der Kamera gestanden. Aber ich freue mich riesig auf dieses wunderbare Ensemble und jeden Einzelnen!!! Elke Sommer kenne ich natürlich. Wir wurden beide mit der „Goldenen Sonne“ ausgezeichnet und 2020, während ich in München Theater spielte, feierte sie ihren runden Geburtstag, zu dem ich eingeladen war.  

Welcher Reiz geht von Kostümfilmen aus?
Man könnte es mit unglaublich, ja fast magisch umschreiben. Für mich als Schauspielerin ist das Kostüm und die Maske der 1. Schritt in die Seele der Figur und das Eintauchen in die Rolle. Es ist wie eine 2. Haut, die man sich überstreift, Äußerlichkeiten, um sich ins Innere einzufühlen. Das Kostüm ist ein Teil dieser Zeit und Sinnbild zum Beispiel für die Art sich in dieser historischen Zeit zu bewegen.

Sie haben in unzähligen Filmen und Serien geglänzt, sind eine der beliebtesten Darstellerinnen in Deutschland. Gibt es eine Lieblingsrolle für Sie? Oder ist immer die Rolle, die man gerade gegenwärtig spielt, die liebste?
Mein Beruf und meine Leidenschaft ist Schauspielerin zu sein. Wenn ich mich für eine Rolle entscheide, dann mit Haut, Haar, aller Kraft und mit ganzen Herzen. Dann ist nichts wichtiger als die Rolle selbst.
Es gab Meilensteine, in meinem Leben. Diese sind eng mit bestimmten Rollen verbunden und werden als Solches auch immer in meinem Herzen bleiben. Im Übrigen – alles historische Filme: „Die Löwengrube“, „Die Geierwally“, „Hannas Entscheidung“ und „Gottes mächtige Dienerin“.

Corona, die Pandemie, hat auch große Auswirkungen auf Film und TV. Was sind Ihre Erfahrungen.
Es ist für alle eine besondere Zeit, nicht nur für Filme,- und TV-Produzenten, Theaterhäuser, aber natürlich hat das Ganze auch Auswirkungen in diesem Bereich. Der Zeitdruck ist noch größer als bisher, die Möglichkeiten sind eingeschränkt und die äußeren Bedingungen sind noch aufwändiger. Weder für uns Schauspieler noch für Produzenten, die Produktion, die Teams und schon gar nicht für Theater ist es einfacher geworden. Ich habe im letzten Jahr erstmals wieder in München auf der Bühne gestanden. Leider konnten wir die Saison nicht bis zum Ende spielen und Theater lebt durch die Interaktion mit dem Publikum. Auf der einen Seite war es wunderschön, auf der anderen Corona bedingt ein wenig deprimierend, dass nur halb so viele Zuschauer eine Karte kaufen durften und der Blick in ein mit Masken verhülltes Publikum zu schauen, war in Teilen befremdlich.

Welche „Katastrophen“ haben sie bei Dreharbeiten schon erlebt?
Ich erinnere mich an eine sehr prekäre Situation während den Dreharbeiten zu „Momella – Eine Farm in Afrika“, das Leben der Margarete Trappe, im Übrigen auch historisch.
Wir drehten an den Originalschauplätzen in Tansania, was grundsätzlich nicht einfach war. Selbstverständlich gab es für alles eine Drehgenehmigung, aber … Mit riesigem Aufwand war die Einzugsszene der Margarete Trappe und ihrem Mann, über die Hügel mit Blick auf den Kilimandscharo vorbereitet worden: das technische Equipment, die Kameras, der Kamerakran, alles war aufgebaut; unzählige Komparsen, Pferde, Kühe, Ochsenkarren waren drehbereit, als sich plötzlich ein Stamm der Massai am Horizont unseren Dreharbeiten näherten. Ich erinnere mich noch genau an ihre unglaublich gefährlich wirkenden Präsenz und an diesen einen Satz, des Stammesführers, der mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist, als sein es gestern gewesen. „Ich mache jetzt die Augen zu und wenn ich sie wieder öffne, seid ihr wieder weg.“. Also haben wir in „Windeseile“ alles zusammengepackt und sind abgereist. Wie sich herausstellte, hatte ein anderer Stamm der Massai die Drehgenehmigung erteilt, aber es war gar nicht ihr Land. Nach erneuten Verhandlungen mit den Massai erhielten wir eine erneute Drehgenehmigung und konnten schlussendlich drehen, aber ich werde diese „Szene“ niemals vergessen.
Auf was freuen sie sich besonders, wenn die Dreharbeiten in Weilburg starten?
Ich freue mich nach so langer Kontakt- und Drehabstinenz auf die Kollegen, das Team, die Dreharbeiten; darauf meine Leidenschaft leben zu können und darauf, mit anderen in den kreativen Austausch zu gehen. Das ist mein Leben!
Waren sie schon einmal in Weilburg?
Nein, aber ich freue mich darauf, Weilburg für mich zu entdecken! Natürlich habe ich mich ein bisschen informiert. Sehr gute Freunde von mir leben in der Nähe von Frankfurt am Main, die ich dann sicher besuchen werde. Aber ich werde ganz sicher mit meinem Hund durch die Parks und Wälder streifen, die Natur und Landschaft genießen und so wie ich das immer gemacht habe, durch die Innenstadt schlendern, in kleinen Läden shoppen, darüber die Menschen treffen und so Land und Leute für mich entdecken.

Wenn nicht, werden sie vor den Dreharbeiten den Ort und das Schloss mal besuchen und auch die Macher von Weilburg TV kennen lernen?
Sehr, sehr gern, aber momentan sind mir durch Covid19, wie allen anderen auch, die Hände gebunden.

Wir danken für das Gespräch.
 







(Alle Bilder in hoher Auflösung downloadbar - anklicken )






Christine Neubauer
Foto frei bei Nennung des Autors: René Zeidler










Christine Neubauer
Foto frei bei Nennung des Autors: José Campos































































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